chokolade gehört für viele Kinder zu den liebsten Naschereien. Ich finde aber: Genuss darf auch anders gehen.
Meine Caroblade wird aus Kakaobutter, weißem Mandelmus, Carobpulver, Kokosblütensirup und Vanille hergestellt. Die Kakaobutter wird dabei nur so weit erwärmt, dass die Masse unter 42 °C bleibt und die Caroblade in Rohkostqualität zubereitet werden kann. Die Grundidee des Rezepts basiert auf Kakaobutter, Carob, Kokosblütensirup und Vanille; statt des ursprünglich verwendeten Cashewmuses kommt hier weißes Mandelmus zum Einsatz.
Das Besondere daran ist für mich vor allem Carob. Es schmeckt von Natur aus süßlich, leicht karamellig und erinnert an Kakao – kommt aber ohne Koffein aus und enthält praktisch kein Theobromin. Genau deshalb ist Carob für mich besonders interessant, wenn auch Kinder mitnaschen sollen.
Warum Carob gerade für Kinder so spannend ist
Kakao enthält natürlicherweise die anregenden Pflanzenstoffe Koffein und Theobromin. Carob bringt dagegen einen schokoladig-karamelligen Charakter mit, ohne diese typischen anregenden Stoffe des Kakaos.
Gerade für Kinder finde ich das besonders schön: Sie bekommen etwas, das geschmacklich an Schokolade erinnert, dabei aber auf einer anderen pflanzlichen Grundlage basiert.
Hinzu kommt, dass Carob von Natur aus angenehm süß schmeckt. Dadurch braucht es für einen runden Geschmack oft weniger zusätzliche Süße als bei sehr herbem Kakao.
Carob – ein echtes kleines Kraftpaket
Carob wird häufig als Superfood bezeichnet. „Superfood“ ist zwar kein wissenschaftlich geschützter Begriff, aber bei Carob versteht man schnell, warum dieser Ausdruck so gern verwendet wird.
Das Pulver wird aus den Früchten des Johannisbrotbaums gewonnen und bringt von Natur aus Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mit.
Besonders interessant sind:
Calcium
Kalium
Magnesium
Ballaststoffe
Polyphenole
natürliche Fruchtsüße
Damit bringt Carob mehr mit als nur Geschmack.
Ballaststoffe für die Darmroutine
Carob enthält natürlicherweise Ballaststoffe.
Diese sind für eine abwechslungsreiche Ernährung besonders wertvoll, weil Ballaststoffe zur normalen Darmfunktion beitragen und unseren Darmbakterien als Nahrungsgrundlage dienen können.
Natürlich ist Caroblade trotzdem eine Süßigkeit und kein Ballaststoffpräparat. Aber ich mag den Gedanken, auch beim Naschen Zutaten einzusetzen, die mehr mitbringen als nur Süße.
Mineralstoffe aus der Carobfrucht
Carob enthält unter anderem Calcium, Kalium und Magnesium.
Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen und Zähne benötigt.
Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion, einer normalen Funktion des Nervensystems und zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
Kalium unterstützt ebenfalls die normale Funktion von Muskeln und Nervensystem.
Wie hoch die tatsächliche Menge pro Stück Caroblade ist, hängt natürlich von Rezeptur und Portionsgröße ab – dennoch ist Carob ernährungsphysiologisch eine spannende Zutat.
Polyphenole – wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe
Carob enthält verschiedene Polyphenole.
Diese sekundären Pflanzenstoffe werden wegen ihrer antioxidativen Eigenschaften untersucht. Antioxidativ wirkende Pflanzenstoffe können dazu beitragen, freie Radikale abzufangen und oxidativen Stress im Körper zu begrenzen.
Auch deshalb ist Carob für mich mehr als nur ein Kakaoersatz.
Kakaobutter – cremige Basis ohne Kakaopulver
Die Basis der Caroblade bildet Kakaobutter.
Sie sorgt für das typische Schmelzgefühl, das wir von Schokolade kennen, obwohl in diesem Rezept kein Kakaopulver und keine Kakaomasse verwendet werden.
Das ist eine schöne Kombination: die cremige Textur der Kakaobutter und der süßlich-karamellige Geschmack von Carob.
Weißes Mandelmus – Cremigkeit, Vitamin E und hochwertige Fettsäuren
Weißes Mandelmus macht die Caroblade besonders fein, mild und cremig.
Es bringt pflanzliches Eiweiß, Vitamin E, Magnesium, Calcium und einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren mit.
Gerade Vitamin E ist eine besondere Stärke der Mandel. Es trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Auch das Fettsäuren-Profil ist interessant: Mandeln liefern vor allem einfach ungesättigte Fettsäuren und damit eine hochwertige Fettquelle für eine abwechslungsreiche Ernährung.
Durch das weiße Mandelmus wird die Caroblade weich, rund und angenehm mild im Geschmack – genau das macht sie besonders familienfreundlich.
Kokosblütenzucker– natürliche Süße
Gesüßt wird die Caroblade mit Kokosblütenzucker.
Er bringt eine angenehm karamellige Note mit, die wunderbar zu Carob, weißem Mandelmus und Vanille passt.
Mir ist dabei wichtig: Auch Kokosblütenzucker bleibt ein Süßungsmittel und enthält Zucker. Der Unterschied liegt für mich vor allem in der Wirkung auf den Körper und darin, dass er gut zu einer Rezeptur passt, die ohne klassischen weißen Haushaltszucker auskommt.
Vanille – macht den Geschmack rund
Vanille verbindet die einzelnen Aromen.
Sie rundet die Süße des Kokosblütensirups ab, unterstützt die karamellige Note des Carobs und macht die Caroblade besonders weich im Geschmack.
Gerade zusammen mit weißem Mandelmus entsteht eine sehr milde, fast sahnige Geschmacksrichtung.
Rohkostqualität – warum ich auf die Temperatur achte
Im Rezept wird die Kakaobutter im Wasserbad geschmolzen und ausdrücklich darauf geachtet, dass die Masse nicht wärmer als 42 °C wird.
Dadurch bleibt die Caroblade rohköstlich.
Mir gefällt diese schonende Verarbeitung besonders, weil hitzeempfindliche Bestandteile der Zutaten so bestmöglich erhalten bleiben können.
Nach dem Vermischen wird die Masse entweder direkt für weitere Rezepte verwendet oder in Tafelformen gefüllt und für etwa 30 Minuten ins Tiefkühlfach gegeben. Anschließend kann die Caroblade im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Caroblade lässt sich immer wieder neu erfinden
Das Grundrezept ist für mich erst der Anfang.
Du kannst daraus kleine Tafeln herstellen und sie nach Lust und Laune ergänzen, zum Beispiel mit:
gefriergetrockneten Beeren
gehackten Pistazien
Mandeln
Kokosraspeln
getrockneten Früchten
Zimt
oder etwas Orangenschale.
Gerade mit Kindern macht es Spaß, die kleinen Tafeln selbst zu gestalten.
So wird aus einer Süßigkeit gleichzeitig ein kleines Küchenprojekt.
Warum ich Caroblade so gern für Familien mache
Für mich vereint Caroblade mehrere Dinge, die im Familienalltag wichtig sind:
Sie ist unkompliziert.
Sie schmeckt süß und schokoladig.
Sie kommt ohne Kuhmilch aus.
Sie enthält kein Koffein.
Sie enthält praktisch kein Theobromin.
Sie wird mit weißem Mandelmus besonders cremig.
Und sie lässt sich mit wenigen Zutaten selbst herstellen.
Damit ist sie für mich eine besonders schöne Alternative, wenn Kinder Lust auf etwas Schokoladiges haben und ich trotzdem bewusst auswählen möchte, was darin steckt.
Mein Fazit
Caroblade ist für mich viel mehr als eine „Schokolade ohne Kakao“.
Carob bringt natürliche Süße, Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe mit und verzichtet gleichzeitig auf die anregenden Stoffe Koffein und Theobromin.
Zusammen mit weißem Mandelmus, Kakaobutter, Kokosblütensirup und Vanille entsteht daraus eine wunderbar cremige Rohkost-Nascherei, die besonders gut in eine familienfreundliche Küche passt.
Das weiße Mandelmus ergänzt die Caroblade dabei nicht nur geschmacklich, sondern bringt zusätzlich Vitamin E, Magnesium, pflanzliches Eiweiß und wertvolle einfach ungesättigte Fettsäuren mit.
Einfach gemacht, natürlich süß und wunderbar wandelbar – genau die Art von Genuss, die ich gern mit Kindern teile.
