Vegane Mayonnaise – cremig, frisch und aus wenigen guten Zutaten
Mayonnaise gehört zu den kleinen Dingen, die ein Gericht plötzlich richtig rund machen können. Zu Ofenkartoffeln, Gemüsesticks, Salaten, Bowls oder als cremiger Aufstrich auf einem herzhaften Brot – manchmal fehlt einfach genau dieser eine Klecks.
Meine vegane Mayonnaise kommt dabei ganz ohne Ei und Milchprodukte aus. Die Grundlage bilden Wasser, rohes Mandelmus und Erdnuss- oder Distelöl. Zitronensaft bringt Frische, während Senf, Salz und Pfeffer für die klassische Würze sorgen. Wer möchte, kann die Mayo zusätzlich mit Tamari, Edelhefe, Knoblauch, etwas Süße oder Kurkuma variieren.
Das Schöne daran: Du brauchst keine lange Zutatenliste und keine komplizierte Zubereitung. In etwa 15 Minuten entsteht im Mixer eine wunderbar cremige Emulsion.
Das Mandelmus macht den Unterschied
Für dieses Rezept ist mir besonders wichtig, rohes Mandelmus in hochwertiger Qualität zu verwenden.
Mandeln liefern von Natur aus überwiegend ungesättigte Fettsäuren, pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe sowie unter anderem Vitamin E und Magnesium. Gerade Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Das Mandelmus erfüllt in der Mayonnaise aber noch eine zweite wichtige Aufgabe: Es hilft Wasser und Öl zu einer gleichmäßigen, cremigen Emulsion zu verbinden. Dadurch entsteht die typische Konsistenz einer Mayonnaise – ganz ohne Ei.
Ich verwende bewusst Mandelmus in Rohkostqualität, weil es zu meiner möglichst naturbelassenen Küche passt. Die Mandeln werden nicht geröstet und ihr ursprünglicher, milder Geschmack bleibt besonders schön erhalten.
Dabei gilt für mich nicht: erhitzt ist automatisch schlecht. Mir geht es vielmehr darum, bei einem Rezept, das gar nicht gekocht werden muss, auch die Ausgangszutaten so ursprünglich und hochwertig wie möglich auszuwählen.
Hochwertiges Pflanzenöl für eine cremige Konsistenz
Im Rezept kommen etwa 300 ml Erdnussöl oder alternativ Distelöl zum Einsatz. Das Öl wird während des Mixens langsam zur Mandel-Wasser-Mischung gegeben, bis eine stabile Emulsion entsteht.
Gerade weil Öl einen großen Anteil der Mayonnaise ausmacht, lohnt es sich für mich hier besonders, auf Qualität zu achten.
Ein hochwertiges Pflanzenöl liefert ungesättigte Fettsäuren und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Mayonnaise so vollmundig und cremig wird. Geschmacklich kannst du ausprobieren, welches Öl dir besser gefällt und besser zu deinem Gericht passt.
Frisch zubereitet statt lange haltbar gemacht
Bei einer Mayonnaise, die sich in wenigen Minuten selbst herstellen lässt, sehe ich wenig Grund, auf eine stark verarbeitete Variante zurückzugreifen.
Wenn du sie selbst zubereitest, bestimmst du:
- welches Öl hineinkommt
- welches Mandelmus du verwendest
- wie viel Salz und Säure du möchtest
- welche Gewürze zu deinem Essen passen
- und auf welche zusätzlichen Verdickungs-, Aroma- oder Konservierungsstoffe du verzichten möchtest
Besonders bei empfindlichen Ölen ist Frische ein wichtiger Punkt. Ungesättigte Fettsäuren können durch Sauerstoff, Licht und Wärme oxidieren. Deshalb verwende ich Öle möglichst frisch, lagere sie entsprechend und bereite lieber überschaubare Mengen zu.
Auch Zitronensaft, Gewürze und Mandelmus schmecken frisch verarbeitet einfach anders: lebendiger, klarer und weniger „fertig“.
Die fertige Mayonnaise gehört anschließend gut verschlossen in den Kühlschrank. Im Rezept ist außerdem vermerkt, dass die Mayo beim Kühlen noch etwas nachdickt – sie darf direkt nach dem Mixen also ruhig ein wenig flüssiger sein.
Cremig und trotzdem ganz ohne Ei
Für Menschen, die vegan essen oder Eier und Milchprodukte meiden möchten, ist diese Mayonnaise eine schöne Alternative zur klassischen Variante.
Sie ist:
vegan
laktosefrei
glutenfrei, sofern auch die verwendeten Würzmittel glutenfrei sind
ohne Ei
aus wenigen, klaren Zutaten
individuell würzbar
Und vor allem: Sie schmeckt nicht nach „Ersatz“. Mandelmus und Öl ergeben eine richtig cremige Grundlage, die du ganz nach deinem Geschmack verfeinern kannst.
Eine Mayo – viele Möglichkeiten
Ich liebe Rezepte, die sich nicht nur für ein einziges Gericht verwenden lassen. Genau das kann diese Mayonnaise.
Du kannst sie als Dip zu Gemüsesticks servieren, als cremige Basis für ein Salatdressing verwenden, zu Kartoffeln oder Gemüse reichen oder dünn auf mein Kürbis-Sonne-Brot oder Kraft-Baguette streichen.
Mit etwas mehr Zitronensaft und Wasser wird aus der Mayonnaise schnell ein Dressing. Mit Knoblauch entsteht eine kräftigere Dip-Variante. Edelhefe gibt ihr eine würzige Note, Kurkuma bringt Farbe und eine fein erdige Nuance.
So kannst du ein Grundrezept immer wieder anders einsetzen – passend zu dir, deiner Familie und dem, was gerade auf dem Tisch steht.
Einfach selbst ausprobieren
Wasser und Mandelmus werden zuerst im Mixer verbunden. Anschließend lässt du den Mixer auf hoher Stufe laufen und gibst das Öl langsam hinzu, bis eine feste Emulsion entsteht. Ist sie einmal zu flüssig geworden, kannst du laut Rezept etwas zusätzliches Mandelmus ergänzen. Zum Schluss wird ganz nach Geschmack gewürzt.
Für mich ist diese Mayonnaise ein schönes Beispiel dafür, wie wenig es manchmal braucht: ein gutes rohes Mandelmus, ein hochwertiges Öl, etwas Frische und ein paar Gewürze.
Keine komplizierte Zutatenliste – sondern eine cremige Mayo, die du frisch zubereitest und genau so abschmeckst, wie sie dir und deiner Familie am besten schmeckt.
